Die Gedenkschrift Dr. h.c. Eduard Hamm von Christine Beßner weist zwei Teile auf: einen Textteil und einen Teil mit Urkunden, Dokumenten, Bildern und Auszügen von Reden und Schriften Hamms.

In der Folge gibt der Textteil eine exakte Übersicht über die entscheidenden Lebensdaten dieses außergewöhnlichen Politikerlebens. Im Mittelpunkt steht der Kampf für die Weimarer Republik, für die Einheit Deutschlands, die nach dem Ersten Weltkrieg zu zerbrechen drohte; der Kampf für ein demokratisches Deutschland, das unter der Kriegsschuld und den ungeheuren Kriegsschulden litt; für ein liberales und soziales Wirtschaftsprogramm, das in die Völkergemeinschaft und die Freiheit zurückführen sollte; und der Kampf gegen den NS und seine irrationalen Ziele, von seinem Anfang bis
zur Auseinandersetzung Hamms mit dem 1933 an die Macht gekommenen Diktator.

Die unaufklärbaren Umstände des Endes seines Lebens nach seiner Verhaftung im Zusammenhang
mit dem 20. Juli 1944 im Gefängnis Lehrter Straße in Berlin bilden den Abschluß.

Von E. Hamm gibt es keinerlei Hinweis mehr nach seiner Verhaftung, keinen Eintrag als Zugang, keine Zellennummer, keine Mitteilung von ihm, keine Mitteilung von Häftlingen, die gleichzeitig mit ihm im Gefängnis waren, kein Haftende.

Das letzte Datum überhaupt ist der 2. September, der Tag der Verhaftung.

Gedenktafel

Enthüllung Gedenktafel
Dr. h.c. Eduard Hamm.
14.10.2016 - Kleiner Festakt am Gebäude Bahnhofstraße 10

Oberbürgermeister Jürgen Dupper enthüllte heute eine Gedenktafel für den 1944 verstorbenen Juristen und Politiker Dr. h.c. Eduard Hamm, in Anwesenheit seiner Enkelin Christine Beßner und deren Ehemann Dr. Wolfgang Beßner.

Die Stadt Passau erinnert mit der Gedenktafel am Anwesen Bahnhofstraße 10 an den Gegner des Nationalsozialismus. An dieser Stelle stand früher das Geburtshaus von Eduard Hamm.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper:
"Dr. h.c. Eduard Hamm war ein Sohn unserer Stadt, der für seine Ideale und Werte eingetreten und für seine Überzeugung gestorben ist." Christine Beßner berichtet in diesem Rahmen auch über das Leben und Wirken von Eduard Hamm, insbesondere über seine ersten Lebensjahre in Passau und über sein letztes Lebensjahr 1944.


Seit 1995 erinnert eine Gedenktafel an demselben Gebäude an das Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Passau. Am 2. Mai 1945 hatte an diesem Ort, im damaligen Hotel „Passauer Wolf“, die bedingungslose Übergabe der Stadt an das 261. US-Infanterieregiment stattgefunden.

Mit Genehmigung von Herrn Oberbürgermeister Jürgen Dupper

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